
DIE GLÜCKLICHEN GEWINNER: Petra und Dietmar Kiefer dürfen vier Tage nach Lissabon. Sabine
Wüst (vierte von links) gratulierte seitens der Draisstraßenfestgemeinschaft.
Deutlich weniger Besucher registriert
Achern (mk). Ein strahlendes Gewinnerehepaar gab es bei der Preisübergabe nach dem 18. Draisstraßenfest.
„Wir sind Stammgäste, ich arbeite im Acherner Gewerbegebiet und mit unseren Kindern haben wir fleißig die
Buchstaben für das Rätsel zusammengesucht“, erzählte Petra Kiefer, die zusammen mit ihrem Ehemann den Gewinn
von Sabine Wüst in der Vollkornbäckerei entgegennehmen konnte. „Ein beliebtes Fest“ hatte das gesuchte
Lösungswort geheißen. „Der Reisegutschein passt ganz besonders, weil wir in diesem Jahr wegen unseres Hausbaus
den Urlaub haben ausfallen lassen“, ergänzte Dietmar Kiefer. Für den Gesamtwert von 700 Euro kann die Familie
aus Urloffen nunmehr eine Viertagesreise nach Lissabon antreten.
Weniger Glück hätten in diesem Jahr die Festbetreiber gehabt, berichtete Roland Kist seitens der
Programmgestaltung. „Mit 8500 Besuchern lagen wir infolge des schlechten Wetters deutlich unter den
Rekordzahlen von circa 14000.“ Fortsetzung solle bei der 19. Auflage auf alle Fälle der in diesem Jahr neu ins
Programm genommene Flohmarkt finden, zu dem sich 92 Teilnehmer gemeldet hatten. Wegen des Wetters seien aber
auch nur 35 gekommen. Im Januar, so Kist, will man Grundlegendes für die Zukunft besprechen. Ob eine angedachte
Newcomer-Rockbühne ins Programm integriert werden soll und wie der Wunsch mancher Betriebe nach künftiger
Festbeteiligung im zweijährigen Rhythmus realisiert werden kann, werde dabei geklärt. Auf alle Fälle brauche
man nächstes Jahr wieder besseres Wetter, war man sich in der Runde der Festgemeinschaft einig.
Selbstbewusste Leistungsschau trotz Regens
Betriebe hatten zum Von-Drais-Straßen-Fest eingeladen / Information und UnterhaltungAchern (sp). „Es ist sehr wichtig, dass wir in Achern sehr viele Unternehmer geführte Betriebe haben“: Oberbürgermeister Klaus Muttach zeigte sich bei der Eröffnung des Festes in der Von-Drais-Straße erfreut, dass hinter den meisten Unternehmen in der Hornisgrindestadt ganz konkrete Personen stehen, die es ihm und den Kunden ermöglichen, eine persönliche Beziehung aufzubauen. Hinzu komme, dass viele der Betriebe über eine lange Familientradition verfügen und gerade auch im Industriegebiet „Mitte“ eine große Bandbreite an Leistungen und Angeboten vorhanden seien.
Dass Achern ein guter Standort für Unternehmen aus vielen Bereichen ist, zeige sich an den mehr als 11000 Beschäftigungsverhältnissen in der Stadt. Diese Zahl wurde 2008 erstmals überschritten, so Klaus Muttach, der sich aufgrund der aktuellen Daten und Entwicklungen zuversichtlich zeigte, dass die Entwicklung im laufenden Jahr weiter leicht nach oben geht. Die Wirtschafts- und Finanzkrise hätten die Acherner Unternehmen ganz gut gemeistert und aus den Betrieben habe er eine positive Resonanz erfahren.
Der Oberbürgermeister bedankte sich bei den 16 Unternehmen in der Von-Drais-Straße, die zum 18. Mal „Das Fest“ ausrichten und den Besuchern einen Einblick in ihre Produktvielfalt und Leistungsstärke gaben. Organisator Roland verwies darauf, dass es innerhalb des breiten Programms erstmals einen Flohmarkt und einige neue Stände gab. Nach dem verregneten und frischen Vormittag beruhigte sich das Wetter gestern etwas und viele Besucher kamen in die Von-Drais-Straße, um die Firmen zu besuchen und das bunte Programm zu erleben.
Der „Runde Tisch“ der Acherner Hilfsorganisationen veranstaltete wieder einen „Blaulichttag“, um den Besuchern einen Einblick in das Leben rettende Einsatzfeld von Einrichtungen wie Feuerwehr, DRK, DLRG und Bergwacht zu geben. Auch die Werkstatt der WDL-Nordschwarzwald hatte zum Tag der Begegnung mit Mitarbeitern und Eltern eingeladen und zeigte, welch breite Produktpalette in Achern sowie in den Werkstätten Bühl und Sinzheim hergestellt wird. Für beste Musik im Stile der 20er und 30er Jahren sorgten die „SK Uhu´s“ der Acherner Stadtkapelle (Unter Hundert) unter der Leitung von Rudolf Heidler, auch die WDL-Band mit “Leader“ Martin Ebert zog alle Register und erfreute die zahlreichen Besucher in der WDL-Werkstatt.
Einen Info-Stand hatte auch die Oberkircher Aktionsgruppe „Plan“, die sich für Selbsthilfeprojekte für Kinder einsetzt und in der Von-Drais-Straße für Unterstützung beim Schutz der Kamalari-Mädchen (Leibeigene) in Nepal warb. Erstmals konnten die Besucher einen Bummel über einen Flohmarkt machen entlang der Festmeile war für Spaß und Unterhaltung bestens gesorgt. Autoräder und Felgen wirbelten bei einer Kraft- und Jonglage-Show durch die Luft, die brasilianische Gruppe „Corcovado“ ließ die Trommeln tanzen und präsentierte dazu tolle Artistik und „Mister Sunrise“ zauberte vor den verdutzten Augen der Besucher lebende Tiere herbei. Kaum zu glauben war das, was die Zuschauer bei der Show von Hypnotiseur „Asklepion“ erlebten, der Unmögliches möglich machte. Informationen von Wildkräuter-Pädagogen, Kerzenkunst, Eisenbahnen der Modellbahnfreunde Renchtal, optische Täuschungen und kulinarisches in allen Variationen rundeten das Programm ab.
|
|
|
BEIM BLAULICHTTAG informierten die Acherner
Hilfs-organisationen über ihre wichtigen Einsatzfelder. Hier Jens Baumgärtner von DRK Achern beim Erklären
eines
Defi- |
JÄGER UND SAMMLER wurden auf dem
Flohmarkt fündig, der erstmals stattfand. |



